Wir sind Kämpfer

Kampf und Gewalt waren alltäglich für unsere Vorfahren. Heute haben wir verlernt, sinnvoll damit umzugehen. Wir haben den Kampf in den Ring und auf die Matten, in Filme und Computerspiele verbannt und sind überfordert, wenn uns reale Gewalt begegnet.

 

Mit dem Buch “Wir sind Kämpfer“ will ich dem auf den Grund gehen: Wie haben wir uns von einer Gesellschaft des Kämpfens entwickelt zu einer Gesellschaft, die sich nicht verteidigen kann? Woher kommt die Faszination für Gewalt? Warum gibt es Gewalttaten und Massenschlägereien? Warum trainieren wir Kampfsport und Kampfkünste? Wie werden wir Sieger, wie Verlierer? Wie erreichen wir Gewaltfreiheit?

 

Dafür recherchiere ich und suche nach spannenden Experten für Kampf, Gewalt und Aggression: Soziologen, Polizisten, Gewalt- und Aggressionsforscher, Trainer, Philosophen, Hooligans, Medienforscher, Antigewalttrainer, Historiker, Kämpfer, Biologen, Opfer von Gewalt, Genetiker, Türsteher, Psychologen, Gewalttäter, Anthropologen, Kampfkunst-Meister und so weiter.

Wenn Du Menschen kennst, die ich unbedingt interviewen muss, wenn du Quellen kennst, die ich lesen muss oder wenn Du andere Ideen zum Thema hast: Melde Dich bei mir! Schließlich will ich das umfassendste und spannendste Buch über das Kämpfen schreiben!

 

www.wirsindkaempfer.de



Fighter

Klassenzimmerstück von Knut Winkmann und Philipp Romann

 

Führhand, Schlaghand, Kick - dass ist die archaische Welt des Trainers: Immer auf Kampf gepolt, auf der Suche nach einem neuen Schüler, mit dem er es den anderen zeigen kann. Sami schließlich scheint das Zeug zum Sieger zu haben. In ihm sieht der Trainer endlich den Fighter, den Kämpfer und beschließt einen Siegertyp aus ihm zu machen; gegen den Willen von Samis Vater und sogar gegen den eigenen Club. Sami selbst kämpft gegen sich selbst und gegen Vorurteile - denn Sami ist schwul. Und das passt scheinbar so gar nicht in die harte Macho-Boxwelt. Machtlos erfährt der Trainer, dass Sami erpresst wird und sieht hilflos zu, wie es schließlich zur Verzweiflungstat kommt. Doch er bleibt an Samis Seite, nimmt ihn auf und hilft ihm wieder auf die Beine - getreu dem kämpferischen Prinzip: hinfallen, aufstehen und weitermachen.

 

Das Training der Zuschauer bildet zu Beginn die Rahmenhandlung des Stückes. In Rückblenden erinnert sich der Trainer an Samis steinigen, von Mobbing geprägten Weg hin zur eigenen Identität. Macht, Gewalt, Sinnkrise und Selbstfindung verbinden sich zur gemeinsamen Geschichte von Trainer und Schüler wobei Klischees nicht bedient, sondern aufgebrochen werden.  

 

Ein starkes Klassenzimmerstück über das Spiel mit Identitäten und Geschlechterrollen und die Überwindung von Vorurteilen.

 

Uraufgeführt am 21. Mai 15 im Theater Lübeck

Rechte beim Theaterverlag Hofmann-Paul

Ein Außenseiter boxt sich durch

Lübecker Nachrichten

In dem Stück ist alles enthalten, was Jungen in der Pubertät bewegt - Männlichkeit, Mobbing durch Handy-Videos, Sexualität und Individualität. Der große Verdienst der assoziativen Monologe liegt darin, dass Klischees zwar bedient, aber dann auch wieder aufgebrochen und hinterfragt werden. Moralisiert wird nicht.

 

„Fighter“: Theater fürs Klassenzimmer

Lübeckische Blätter

Winkmann fordert dem Fighter einiges ab. Es geht um den Willen zur Macht, um Psychoanalyse, um Pubertät, um Gewalt. Im Mittelpunkt steht die Suche nach der eigenen Identität. Dies wird alles miteinander verwoben. [...] Romann spielt sehr intensives Theater. Er vermittelt so etwas wie eine Ästhetik der Gewalt. [...] Es herrschte bei der Aufführung eine große Spannung. Die Zuschauer sitzen ja auch sehr nah beieinander. Der Schauspieler erfüllt den Raum mit Phantasie. Man erlebt einen eindrucksvollen Theaterabend.



real.life

ein chat.stück

 

Sechs Chatter, eine Nacht: wenn die Welt schlafen geht, beginnt eine andere zu existieren. Im virtuellen Raum treffen sich die verschiedensten Typen, frisch Verliebte, einsame Herzen, Abenteurer, Spinner und Verzweifelte - neugierige Menschen, die Kontakt suchen mit der Welt und mit sich selbst. Das chat.stück real.life beleuchtet die Suche nach dem Echten im Virtuellen und die Freiheit, die der virtuelle Raum verspricht: die Freiheit, sich Masken überzustreifen und mit diesen ungehemmt zu flirten und zu kommunizieren - die Sucht, sein Selbst zu verwandeln und anzupassen an ein virtuelles Gegenüber - den Frust, wenn man vergeblich versucht, authentisch und glaubhaft zu wirken. Doch was ist das überhaupt, "authentisch"? Im Ich-Verlust liegt eine Versuchung, die die Chatter ausloten bis zum Exzess. Im Wechsel der Identitäten, der Geschlechter, des Sprachmilieus erleben sie ultimative Möglichkeiten. Und plötzlich, am frühen Morgen, fragt einer: Sollen wir uns treffen - in "echt"? Das Wagnis "real.life" kann beginnen....

 

Uraufgeführt am 21. Juni 08 im Theater Lübeck

Rechte beim Deutschen Theaterverlag

Auf der Grenze der realen zur virtuellen Welt

Kieler Nachrichten

Wer im Internet chattet, sitzt an einer Computertastatur und tippt Wörter ein – eine für sich genommen langweilige und für die Darstellung auf der Bühne nur begrenzt geeignete Handlung. Um so beachtlicher ist, was Philipp Romann gelungen ist: Der Schauspieler am Theater Lübeck hat ein „chat.stück“ geschrieben und in der Reihe Junges Studio mit talentierten Mitgliedern des Theater-Jugendclubs in spannenden eineinhalb Stunden in Szene gesetzt. (...) Ein hochaktueller, authentisch gespielter und klug inszenierter Theaterabend.

 

Versteckspiel in der virtuellen Welt

Lübecker Nachrichten

Der Chatroom ist ein guter Ort, um sich zu verstellen: Das Stück „real.life“ handelt von sechs jungen Leuten, die hier Spaß und Nähe suchen. Die Uraufführung wurde beklatscht, bis die Hände schmerzten. (...) Die Jugendlichen tauschen sich aus über Träume und Wünsche, aber auch über Zweifel und Ängste.

 

„real.life“

Lübsche Blätter

Der Schauspieler Philipp Romann führte Regie: (...) Er hat ein gutes Gespür für den Umgang mit Jugendlichen, die mit großer Spielfreude agieren. (...) Das Thema ist sehr aktuell, und die Botschaft kommt an. (...) Mit solchen Inszenierungen vermag das Junge Studio das Herz und den Kopf junger Leute zu gewinnen. Hoffentlich wird die Inszenierung in der kommenden Spielzeit wieder aufgenommen.